Ein weitverbreiteter Irrtum ist, dass maximaler Trainingsumfang der schnellste Weg zu massivem Muskelaufbau sei. Falsch. Extensiver Trainingsumfang kombiniert mit hoher Intensität führt zwangsläufig zu Übertraining.  Die Symptome sowie die Auswirkungen auf den Körper sind desaströs:  ernsthafte Muskelverletzungen, chronische Müdigkeit und sogar der Verlust von Muskelmasse sind keine Seltenheit.

Sicher, ohne hartes und diszipliniertes Training geht gar nichts. Die Muskeln müssen progressiv überlastet werden, indem das Gewicht bzw die Intensität bei jedem Workout erhöht wird. Das Problem ist dennoch, dass viele die Intensität erhöhen, ohne sich ausreichend zu erholen. Hier sollten Sie unbedingt das richtige Verhältnis zwischen Trainingsumfang und Intensität finden. Der Rest MUSS Erholung sein.

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Die Auswirkungen von Übertraining:

  • höhere Herzfrequenz
  • Appetitlosigkeit
  • hoher Blutdruck
  • Gewichtsverlust
  • Schlafstörungen
  • Reizbarkeit
  • Müdigkeit

Sollten Sie mehr als eines dieser Symptome feststellen, sind Sie wahrscheinlich bereits im Übertraining. In diesem Fall sollten Sie Ihren Trainingsablauf so schnell wie möglich anpassen. Studien haben bewiesen, dass Übertraining auch negative Effekte auf den Hormonspiegel hat. Da Hormone eine entscheidende Rolle beim Muskelaufbau spielen, kann sich das nachteilig auf den Muskelaufbau auswirken. Ein verringerter Tesosteronspiegel und ein erhöhter Kortisolspiegel sind zwei der fatalsten Folgen (Lahmlegung der Proteinsynthese bewirkt Verlust an Muskelmasse).

Ebenso negativ wird das Imunsystem beeinflusst: Die Zahl der Antikörper und der weißen Blutkörper schrumpft rapide – unsere Belastbarkeit sinkt und wir werden schneller krank. Damit noch nicht genug. Auch der so wichtige Stoffwechsel kommt im Falle von Übertraining nicht ungeschoren davon:

  • übermäßige Mikrorisse im Muskelgewebe
  • chronisch verringerter Glykogenspiegel
  • geschwächte Muskelkontraktionen
  • verringerte Kreatinphosphatspeicherung
  • überhöhte Konzentration von Milchsäure
  • erhöhte Übersäuerung der Muskelzellen
  • Schäden an Sehnen, Bändern und Bindegewebe

Tatsächlich schadet Übertraining dem ganzen Körper und kann massiven Muskelaufbau ohne Weiteres aufs Spiel setzen. Gesunde Trainingsmotivation ist Voraussetzung für Erfolg, allerdings sollte diese unter keinen Umständen in Trainingswahn ausarten. Bedenken Sie also bei Ihrem Trainingsplan: Weniger ist mehr!

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